Pascal Precht

Surfen mit dem Raben – An introduction to Raven

Heute bin ich zufällig durch einen Tweet in meiner Timeline auf Raven gestoßen. Der smarte Webkit-Browser für Mac. Dieser Browser ist für mich definitiv ein weiterer Grund ein stolzer Mac-User zu sein. Nachdem ich mir die einzelnen Features näher auf der Website angesehen habe, beschloss ich, diesem Browser einen Versuch zu geben und herauszufinden, ob er wirklich so smart ist, wie es promoted wird. Da ich der Meinung bin das es sehr wichtig ist, Informationen und Wissen mit der Community zu teilen, walte ich an dieser Stelle nun meines Amtes und gebe meinen ersten Eindruck weiter.

Wie Sparrow und Twitter – Smartbar rocks!

Nach dem ersten Start von Raven fällt eines besonders schnell auf: die Smartbar. Was bei Raven als Smartbar bezeichnet wird, hat sich bereits in Apps wie Twitter for Mac und dem absolut schlanken Mail-Client Sparrow als sehr sinnvoll erwiesen. Übersichtlich und auf’s wichtigste reduziert hat man Zugriff auf Timelines der verschiedenen Twitter-Accounts bei Twitter for Mac und auf beliebig viele Postfächer bei Sparrow. Bei Raven hat man die Möglichkeit, sämtliche Web Apps aus dem Web App Shop zu installieren. Diese werden dann automatisch der Smartbar hinzugefügt und schon hat man schnellen Zugriff auf die jeweilige App.

Letztendlich ist der Aufruf einer solchen Web App bei Raven nichts anderes, als das Aufrufen einer bestimmten URL. Das schöne dabei: Bestimmte Web Apps bieten entsprechende “Unterbereiche”, die ebenfalls über die Smartbar aufzurufen sind. Auch bei diesen handelt es sich um nichts anderes als das Aufrufen einer bestimmten URL, man spart sich aber das Tippen und hat noch eher das Look & Feel einer nativen App. Da sich Raven zur Zeit noch in der Betaphase befindet, ist das Angebot an Apps eher mager. Das macht aber nichts, wenn man sich in erster Linie mit weitverbreiteten Apps wie Facebook und Instapaper oder iCloud und Amazon, zufrieden geben kann.

Ich persönlich bin ein großer Freund dieser Smartbar. Erstmals bei Tweetie und dann bei Twitter for Mac kam ich das erste Mal in den Genuss einer solchen Art von GUI. Klar. Irgendwo ist es auch Geschmackssache. Ich mag’s. Das ist auch einer der Gründe gewesen, warum ich mich auf Sparrow eingelassen habe und ich bereue es auf gar keinen Fall!

Weitere “smarte” Einzelheiten

Alles was mich bei Raven überzeugt, steht offenbar in Verbindung mit der Smartbar. Was mir nämlich ebenfalls sehr gefällt, ist z.B. der Zugriff auf die eigene History. Diese ist, wie nicht schwer zu erwarten, über die Smartbar erreichbar und bietet eine Sparrow-ähnliche Ansicht der zuletzt besuchten Seiten. Selbstverständlich ist es auch hier möglich, nach bestimmten Dingen zusuchen, indem man die sich über der History befindenden Suchleiste verwendet.

Zum Schluss möchte ich noch gern auf den besonders coolen Download-Bereich von Raven hinweisen. Auch hier ist es möglich, sämtliche Downloads die mit Raven getätigt wurden nach bestimmten Suchkriterien zu filtern und zu finden. Aus einer direkt getätigten Suche, erhält man hier nach dem selektieren eines Files, dessen Informationen über Dateigröße, Dateityp, sowie die Herkunft. An dieser Stelle ist es sogar möglich ausgewählte Files aus dem Interface heraus in den Papierkorb zu schmeißen, oder im Finder zu öffnen.

Fazit

Wer ein Freund von der Smartbar-GUI ist und bereits Erfahrungen in der Handhabung mit Twitter for Mac oder Sparrow gesammelt hat, wird sich in Raven sehr schnell zurecht finden und es höchstwahrscheinlich mögen. Da sich das Projekt noch in der Betaphase befindet, gibt es noch einige kleine Bugs, die aber sicherlich gefixed werden. Ich denke man kann noch eine Menge cooler Features erwarten. Da Raven zum kostenlosen Download bereit steht, würde ich jedem Mac-User empfehlen, es einfach mal zu probieren. Wer’s nicht mag, wirft’s einfach wieder weg.