The Zone™
geschrieben am Mittwoch, 14. Dezember, 2011
Vor einiger Zeit habe ich einen sehr interessanten Artikel von Paul Stamatiou gelesen, in dem er beschreibt, welche drei Dinge er braucht um besonders produktiv zu sein. Wer die Coding-Plattform GitHub kennt und schon einige Artikel oder Talks von denen gelesen oder gesehen hat, weiß das diese Art von Produktivsein auch als The Zone™ bekannt ist. Paul geht in seinem Artikel also näher darauf ein, wie er in seine persönliche Zone™ gelangt. Ich finde die Idee ziemlich cool, weswegen ich euch nun zeigen möchte, wie ich in meine persönlich Zone™ gelange.
Die Umgebung
Bevor ich loslegen kann, muss die Location stimmen. Man mag jetzt glauben, das da nur zwei Varianten zur Auswahl stehen, nämlich Home Office und der heiß geliebte Arbeitsplatz. Wenn ihr euch selbst einen gefallen tun wollt, bremst euch und die bestehenden Möglichkeiten nicht aus. Beschränkt euch nicht auf diese zwei Optionen. Wie wär’s mit einem netten Cafe in der Stadt? Ich war selbst sehr verwundert, als ich feststellte, wie sehr man sich in einer anderen Umgebung konzentrieren kann. Wenn dann noch das Käffchen stimmt, kann’s losgehen. Also nach Feierabend, anstatt zuhause, gern mal in einer neutralen Umgebung hacken!
Das Setup
Nachdem die Location also festgelegt ist, kann die Maschine gestartet werden. Im Laufe der Zeit stellt man schnell fest, welche Apps man irgendwie IMMER braucht. Folgende Apps starte ich also als Anmeldeobjekte, um mir ein paar Klicks zu sparen (Zeit sich ‘nen Kaffee zu holen):
Da wäre zum Beispiel der schönste Mail-Client auf Erden namens Sparrow und das mit mehr Funktionalität bepackte iTerm, zum Rumrocken auf der Konsole. Als Webentwickler braucht man natürlich auch sämtliche Browser und Profilemanager. Hier beschränke ich mich aber auf Chrome. Außerdem habe ich im Hintergrund immer meinen Twitter-Client laufen, um regelmäßig von Growl benachrichtigt zu werden, dass neue Tweets eintrudeln. Ich verwende keine IDE. Letztes Jahr habe ich Vim geheiratet. Und wer will schon, dass seine Frau permanent neben einen steht. Vim wird also erst dann gestartet, wenn’s nötig ist. Um schlussendlich wirklich gar nichts zu verpassen, wartet mein Reeder ebenfalls auf entsprechendes Futter sämtlicher Feeds.
So sieht’s aus. Aber nicht nur der Twitter-Client, auch Sparrow ist mit Growl verknüpft, was dafür sorgt, dass ich nicht ständig aus der Zone™ rausgerissen werde. Growl’s Notifications sind dezent genug, um nicht abzulenken.
Musik
Der nächste Schritt zur vollständigen Isolierung. Paul hat in seinem Artikel nicht unrecht.”An endless supply of new beats works wonders.” – Yepp. Songs von Justice, Daft Punk aber auch Skrillex und sämtliche Tracks von UKF Dupstep ziehen mich in die tiefsten Tiefen der Zone™. Komischerweise lässt es sich bei Drum’n'Bass auch schneller Tippen. Um Musik zu hören nutze ich keine Cloud-Dienste. Meine iTunes-Library ist gefüllt mit vielen verschieden Songs unterschiedlicher Genres. Da kommen gern mal so Wiedergabelisten mit Namen wie “Hacking” oder “Send the Geek the Zone™” zustande.
Wenn nicht zuhause, sondern in irgendeinem Cafe meiner Wahl, macht’s natürlich mehr Sinn, anstatt einer entsprechenden Anlage, zu den guten alten Over-Ear-Headphones zurück zugreifen.
The Zone™
Ab jetzt befinde ich mich in meiner persönlichen Zone™. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass irgendwelche Kräfte von außen auf einen einwirken, die dann schließlich doch dafür sorgen, die Zone™ zu verlassen. Trotzdem bin ich unter diesen Voraussetzungen weitaus produktiver. In den Abendstunden, ab 23 Uhr, bekomme noch das Sahnehäubchen der Konzentration.
Wie gelangt ihr in eure Zone™?